11. März 2013


Ibrutinib - neuer aktiver Wirkstoff bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL)

Ibrutinib ist der erste Wirkstoff, der auf die Hemmung der sogenannten Bruton-Kinasen abzielt. Bruton-Tyrosin-Kinasen sind besonders in B-Zellen vorkommende, membranständige Rezeptoren, die Wachstumssignale in das Zellinnere weiterleiten. Bei CLL-Patienten sind diese Bruton-Kinasen besonders aktiv. Bei 71% unvorbehandelter Patienten führte der Einsatz von Ibrutinib zu einem kompletten oder einem partiellen Ansprechen auf die Therapie. Bei 96% der vorher unbehandelten CLL Patienten zeigte die Krankheit auch nach 22 Monaten keine Progression. Auch bei Erkrankungsrückfall und bei Hochrisikopatienten konnten ein gutes Ansprechen festgestellt und eine längere Zeidauer bis zum erneuten Fortschreiten der Erkrankung beobachtet werden. Ibrutinib scheint nach bisherigen Daten auch recht gut verträglich zu sein. Aufgrund der vorliegenden, vielversprechenden Ergebnisse wird diese Substanz derzeit in zahlreichen Studien bei Patienten mit Lymphomen weiter geprüft.

posted by Paul Jäger; ASH Kongress 2012